Ask Me After Sunshine – Hamburg Jazz

Es ist soweit. Geschafft. Vollbracht. Vollendet.

Gute Freunde des Hauses, namentlich die Band Frag mich nach Sonnenschein haben endlich ihr Debut-Album Blaue Blume fertig gestellt! Nach mehr als 2 Jahren harter Arbeit an den Instrumenten, im Studio im Keller und gefühlten 7 Jahren Rehearsal, Diskussion, Proben und Aufnahmen, Änderungen, Verwerfungen, Mastering und schlussendlich der Produktion. Was haben sie – und wir, die Freunde – geschwitzt, genörgelt, gehört, gelitten, verworfen, gesabbelt, gegrübelt, gelacht, geraucht und getrunken. Ich nenne die Musik Hamburg Jazz und unterstütze die Jungs nur allzu gerne.

Teile des Albums inklusive Musikvideos könnt ihr euch auf der Webseite anhören. Die Bandseite ist auch hier in der Blogroll zu finden. Viel Spaß beim hören!

Und hier ist das brandneue Video zum Song Bumpertaxi:

Wie gefällt es euch?

Ich finds lustig und freue mich jedenfalls auf die Tour und werde supporten! Hat alles Spaß gemacht  mit euch, Jan, Jan, Hendrik und Ascan, CU on stage.

FETTEN HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum Album!

yeaahh.

Herbstzeit – Blogzeit

Fast auf den Tag genau 8 Monate war hier Blogpause. Es gibt viele Gründe, von denen ich jedoch keinen näher nennen möchte, denn es finden sich immer Ausreden zum nicht-bloggen. Zum bloggen übrigens auch. ;) Jetzt ist der Herbst wieder da und läutet mit großen Schritten den Winter ein. Für mich die perfekte Zeit zum nachdenken, schreiben, zur Ruhe kommen und das Gewesene – vor allem den Sommer – aufzuarbeiten. Ich werde in den kommenden Tagen und Wochen hier also mein kleines Sommer- oder auch Jahres-Review zum Besten geben und versuchen, in Zukunft wieder etwas regelmässiger zu bloggen. Damit möchte ich auch gleich anfangen. Doch dazu mehr im nächsten Artikel! Bis dahin gibt’s ein paar Herbstimpressionen aus dem Sachsenwald.

Ein besonderer Dank geht übrigens an Caro, die nämlich auch endlich angefangen hat zu bloggen – und zwar hier – und mich damit sehr motiviert hat, auch wieder einzusteigen. Herzlich Willkommen in Klein Bloggersdorf, Caro!

Das ganze Stadion

Mini-Upate bevor hier wieder jahrelang gar nichts passiert: ich war gestern endlich mal wieder im Stadion. Sitzplätze, Chef hat spendiert, großartig! Beste Sicht, direkt über der Südkurve, bisschen kühl, paar Bier, paar Kollegen, ein Tor, ziemlich maues Spiel, in der Halbzeit den alten Stehplatz in der Südkurve besucht und den Freunden dort hallo gesagt, viel Spaß gehabt, ein herrlicher Abend. Danke! Ach ja, und einer der letzten Blicke auf die alte Gegengerade.

Desiderata

oder Die Lebensregel von Baltimore

Der Sonntag eigenet sich hervorragend zum sortieren, entdecken, ordnen alter und längst vergessener Dinge.
Eben bin ich über dieses Gedicht von Max Ehrmann aus dem Jahr 1927 gestolpert und finde es so schön, das ich es einfach gerne teilen möchte, ohne weitere Kommentare.
Einen schönen Sonntag allerseits.

Desiderata

Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast
und denke an den Frieden der Stille.

…So weit als möglich, ohne dich aufzugeben,
sei auf gutem Fuß mit jedermann.
Sprich deine Wahrheit ruhig und klar aus,
und höre Andere an,
auch wenn sie langweilig und unwissend sind,
denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen.
Meide die Lauten und Streitsüchtigen.
Sie verwirren den Geist.

Vergleichst du dich mit anderen,
kannst du hochmütig oder verbittert werden,
denn immer wird es Menschen geben,
die bedeutender oder schwächer sind als du.
Erfreue dich am Erreichten und an deinen Plänen.
Bemühe dich um deinen eigenen Werdegang,
wie bescheiden er auch sein mag;
er ist ein fester Besitz im Wandel der Zeit.

Sei vorsichtig bei deinen Geschäften,
denn die Welt ist voller Betrügerei.
Aber lass deswegen das Gute nicht aus den Augen,
denn Tugend ist auch vorhanden:
Viele streben nach Idealen,
und Helden gibt es überall im Leben.

Sei du selbst.
Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor.
Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht,
denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht,
sondern wächst weiter wie Gras.

Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters,
und verzichte mit Anmut auf die Dinge der Jugend.
Stärke die Kräfte deines Geistes,
um dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen.
Quäle dich nicht mit Wahnbildern.
Viele Ängste kommen aus Erschöpfung und Einsamkeit.
Bei aller angemessenen Disziplin,
sei freundlich zu dir selbst.
Genau wie die Bäume und Sterne,
so bist auch du ein Kind des Universums.
Du hast ein Recht auf deine Existenz.

Und ob du es verstehst oder nicht,
entfaltet sich die Welt so wie sie soll.
Bleibe also in Frieden mit Gott,
was immer er für dich bedeutet,
und was immer deine Sehnsüchte und Mühen
in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien –
bewahre den Frieden in deiner Seele.
Bei allen Täuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen
ist es dennoch eine schöne Welt.

Sei frohgemut. Strebe danach glücklich zu sein.

(Max Ehrmann, 1927)

Schiffbruch

Zwei wunderschöne Gedichte von Giuseppe Ungaretti für ganz unterschiedliche Lebenslagen. Sie haben mir schon das ein oder andere Mal weiter geholfen und deshalb möchte ich sie hier teilen.

Freude der Schiffbrüche

Und plötzlich nimmst du
die Fahrt wieder auf
wie

nach dem Schiffbruch
ein überlebender
Seebär

 

und

 

Heut abend

Ballustrade aus Wind
um heut abend
meine Traurigkeit
aufzustützen

Hamburg im Winter

Der sich zwar mehr als Herbst präsentiert, aber was soll man machen. Doch dann war da dieser Freitag im Januar, in dem schon einmal kurz Frühling war. Aus diesem Grund und auch einfach nur so ein paar Bilder vom Kurzfrühling. Weil ich die Sonne doch so mag. Und den Hafen. Und die Elbe. Ihr wisst schon.
Vorher war Herbst.
Sometimes I stand on this street corner, doing nothing:

Dann wurde das Wetter besser, auf dem Weg zum Hafen kommt man an den halbfertigen tanzenden Türmen vorbei:

Endlich Hafenblick

Und der alte Astra-Brau-Kessel

Noch mehr Hafen

Dies ist wirklich:

2012

Herzlich Willkommen 2012, ich habe mich sehr auf dich gefreut und bin gespannt, was du mir bringst!
Da ich gerade zu viel zu tun habe für einen Jahresrückblick und irgendwie auch nur wenig Lust dazu habe, mach ichs kurz:
Fuck you 2011! Es gab einiges Gutes, viel Schlechtes und ich bin froh dass du weg bist, leg dich gehackt.

Ich habe mir nichts konkretes vorgenommen für dieses Jahr, denn Entscheidungen werden das ganze Jahr hinweg gefällt, dazu brauche ich keine Jahreswechsel. Ein schönes Bild über das ich heute gestolpert bin, versüsst mir dennoch den Einstieg. Sind ein paar gute Motten dabei und ich freue mich, wenn sich mehr daran halten mögen.
Keep it simple, silly!

Stolen from the internet.

Somebody that I used to know

Nachdem ich hier neulich schon ein eher a-typische Musikstück – an meinem Geschmack gemessen jedenfalls – gepostet habe, kommt hier sozusagen das maskuline Gegenstück dazu. Ein Song, der sich in die Gehörgänge einnistet und es sich dort ziemlich gemütlich macht. Will sagen, der geht da nicht mehr so schnell weg.
Gotye singt über etwas, das viele sicher kennen. Also die Liebe kennen ja hoffentlich wirklich jeder, aber er singt darüber wie fremd man sich nach einer innigen Beziehung werden kann.
Man geht aneinander vorbei ohne sich zu grüßen, hat keinerlei Bezugspunkte mehr zueinander, und das nach einer intensiven Beziehung und der Annahme, man sei sich nah gewesen. Doch war man es wirklich oder war es nur eine Täuschung, die auf beiden Seiten gleich stark ausgeprägt war?
Ein wunderschöner Song.

Update: Hier ein sehr schönes Cover des Songs mit fünf Menschen an einer Gitarre, toll!