Das Leben ist ein Rumpelzirkus

Was nach Außen – in diesem Fall für das Internet und diesen Blog – so aussah, als würde in meinem Leben nichts passieren, dem standen sehr wechselhafte Monate im realen Leben gegenüber. So viele Umbrüche hat es während meines Daseins selten  gegeben, es wird (hoffentlich) länger dauern, bis ein so ereignisreiches Jahr mir erneut begegnet. Auf Einzelheiten will ich gar nicht genau eingehen, wer mich kennt, weiß was los war und ich bin froh das die emotionale Achterbahn erstmal vorbei ist. Ich habe viele neue Lebensbedingungen erlebt, gekämpft, getrauert und durchgehalten (worauf ich stolz bin).

Es gab (und gibt immer noch) unglaublich beruhigende Momente, als manche Kämpfe gewonnen wurden, aber es gab auch unschöne Situationen, aus denen ich viel gelernt habe. Freunde sind immens wichtig, sie sind der soziale Kit zum Leben und Überleben. In Krisenzeiten merkt man ziemlich schnell, wer wirklich ein Freund ist, und wer nur so tut.

Dinge, die ich aus den letzten intensiven drei Monaten lerne sind (mindestens) folgende:

1. Wenn man sich – nach reiflicher Überlegung – entschlossen hat, für etwas zu kämpfen, sollte man es auch durchhalten. Ohne wenn und aber. Bis zum Schluss. Es lohnt sich.

2. Es gibt Dinge, die sind endgültig. Endlichkeit ist etwas ziemlich trauriges. Daher sollte man seine Taten und Worte gut überlegen. Es könnte schnell zu spät sein, sich für etwas zu entschuldigen oder wieder gut machen zu wollen.

3. Es gibt Menschen, die sich nach außen als als tolerant und liberal geben, aber ihre eiskalte und häßliche Fratze zeigen, sobald ihr Ego nicht befriedigt wird. Solchen Menschen sollte man dringend (und schnell) aus demWeg gehen, ihnen alles Gute wünschen und Mitleid mit diesen armen Würstchen haben. Oder wie ein Freund sagte: Ignorant people are best ignored. There´s just too many of them.

Für mich die wichtigste Regel:

4. Hör auf dein Gefühl. Wenn du die ganze Zeit mit einem schlechten Gefühl bei einer Sache bist, tritt einen Schritt zurück. Oder zwei. Schau noch mal hin. Schau noch mal ganz genau hin was du da tust. Frag dich, ob es das ist was du wirklich willst. Und sei mutig genug, den Schritt ins Ungewisse zu gehen, wenn du dich in der Situation so gar nicht wohl fühlst, du nicht du selbst bist. Denn etwas besseres wird kommen. Etwas besseres als das schlechte Gefühl alle mal. Und wenn es nur die Freiheit ist! Denn ein bisschen mehr Rückgrat tut uns allen, allen an der Gesellschaft teilnehmenden gut.

(Umgekehrt gilt das natürlich genauso: super Gefühl bei der Sache: nicht lang fackeln: go!)

Manchmal muß man harte Zeiten durchleben, dann lernt man die guten um so mehr zu schätzen. Übersteht man die Krisen, kommt man stärker daraus hervor.  Die letzten drei Monate nach Rückkehr aus den USA waren wirklich hart, und zwischendrin sah es kurzzeitig so aus, als würde ich den Weg nicht schaffen. Aber mit lieben Menschen, deren wunderbarer Unterstützung und einem starken Willen (und einer Prise Glück) kann man eine ganze Menge verwirklichen und aushalten. Man muß eben auch einmal um Hilfe bitten. Das fällt nicht immer leicht, aber auch das kann – und sollte – man lernen.

Nach sehr zähen Wochen und Monaten fing auf einmal alles an, besser zu werden. Momentan bin ich ein glücklicher und zufriedener Mensch. Was kann es schöneres geben? Ich danke allen aus vollem Herzen, die einen Teil dazu beigetragen haben. DANKE dass es Euch gibt!

Ihr wißt wer ihr seid.

Und wenn mal wieder gar nichts ging, bin ich aus der Situation raus und habe einen Ausflug hierhin oder dorthin gemacht, Entspannung von der Krise muss auch mal sein. Ein paar warme Sommertage gab es dann doch tatsächlich zu geniessen, zum Beispiel so:

In Zukunft hoffe ich, wieder mehr Zeit und Muße für diesen Blog zu haben. Es gibt genügend Geschichten da draussen, die darauf warten, entdeckt und erzählt zu werden.

Und denkt dran, geht´s euch mal nicht so gut: Atmen nicht vergessen. Das ist der erste Schritt hin zur Beruhigung und Klarheit. Und manchmal reicht der schon.

Bis gleich*

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