Neulich war ich in Berlin. Da sind ein paar tolle Sachen passiert,
was haben wir gelacht, Freunde getroffen, viel Spazieren gewesen und
endlich auch mal im angeblich besten Club der Welt gewesen. Soweit, so
richtig gut.
Erzählen möchte ich heute aber nur von der Nachhausefahrt nach Hamburg die
unglaubliche fast fünf Stunden gedauert hat. Ja, kann ja mal passieren
sagt ihr. Aber die äuÃeren Umstände waren so günstig, das es nicht hätte
passieren sollen. Es war ein Wochentag, Abends um 21 Uhr war Abfahrt,
ein angenehmer Fahrer, ein richtig schnelles Auto und nur noch ein
weiterer Mitfahrer. Es geht los. Aus der Stadt raus und schon fahren wir
ganz schnell, fast 200. Der Fahrer ist aufmerksam und sagt, wir sollen
uns melden wenn wir es als unangenehm empfinden. Alles scheint in
Ordnung, er fährt, wir reden ein wenig, ich widme mich der
Handyspeicherplatzpflege, wir kommen schnell voran, rechnen mit der
Ankunft in Hamburg in unter zwei Stunden und sind alle höchst zufrieden ob dieser Aussichten. Irgendwann fällt mir auf, das
wir nicht mehr ganz so schnell unterwegs sind und gucke nach vorne, wir
hängen hinter einem Transporter mit Ãberbreite fest....Na gut. Wie lange
denn schon? Ach, so 20 Minuten. Geht ja noch. Nach allerdings weiteren
30 Minuten bei Tempo 70 bekommt der Fahrer die Ungeduld und fasst den
Plan, an der nächsten Raststätte schnell rechts raus zu fahren und so zu
überholen. Kein ganz uncleverer Gedanke. Wir hindern ihn nicht, er soll
entscheiden. Gesagt, gefahren. Doch hoppla: hinter der Ausfahrt befindet sich eine
Baustelle, die Polizei ist auch schon da sowie der Transporter, der die aufgestaute Kolonne hinter sich passieren lässt. Ups. Na Guten Abend
allerseits biddeschön was war das denn gerade haben sie etwa versucht
hier zu überholen hier ist Schrittempo Führerschein und Fahrzeugpapiere
bitte. Wir werden etwa 20 Minten angehalten. Zum Glück hat es keine
Konsequenzen für den Fahrer und wir dürfen weiter. Ich so: Jetzt sind
wir gleich wieder hinter dem Schwerlasttransport. Reaktion Fahrer und
anderer Beifahrer: Stimmt. Mist. Keine fünf Minuten später hängen wir also
wieder dahinter fest und das Licht des gelben Sicherheitsfahrzeugs ist
äuÃerst anstrengend für die Augen (muss das wirklich sein die ganze Zeit, liebe Autobahnpolizei?). Uns
wird langweilig. Der Fahrer sagt, er fährt die nächste ab und wir
fahren Landstrasse und überholen auf diese Weise. Wir fahren also die nächste ab und kommen auf eine
weitere Autobahn. Von der keine Abfahrt abgeht, wie es scheint. Es sind
auch keine anderen Autos unterwegs. Wir fahren etwa 10 Minuten. Dann
drehen wir um. Ich so: Dann sind wir gleich wieder hinter dem
Transporter. Fahrer und anderer Beifahrer: Uh, stimmt. Wenige Minuten
später sind wir wieder hinter dem Transporter. Es fängt an zu regnen.
Wir müssen nah an Hamburg sein. Mein Akku vom Handy ist leer, es gibt
sowieso nichts mehr zu sortieren. 40 Kilometer vor Hamburg fährt der
ÃberbreitenmitwasauchimmerbeladeneLaster rechts raus. Es ist kurz vor
zwei Uhr, keine Bahn fährt jetzt mehr in der Metropole. Sach mal, kannst
Du uns noch in Richtung nach Hause bringen? Ja, klar, mach ich. Echt
netter Fahrer. Die Fahrt werden wir alle so schnell nicht vergessen. Und ein bisschen gelacht haben wir auch dabei.
Und da habe ich in Berlin ein passendes Schild zur Fahrt gefunden und
schliesse damit diesen Post ab, bitte sehr und denkt dran: