Die letzten Tage haben wir auf der so genannten Upper Peninsula verbracht, der Halbinsel zwischen den oberen Great Lakes, vorwiegend an der Südküste des Lake Superior. Das Wetter ist wider Erwartens erstaunlich gut, stets um die 28 Grad Celsius.
Von Green Bay aus sind wir nach Marquette gefahren, einfach weil uns der Name gefiel und es an der Küste lag. Wie gesagt, hatte ich ja dort schnell den Steinstrand gefunden, doch auch in der näheren Umgebung um diese Kleinstadt sind die Strände wunderschön. Der Lake Superior ist der zweitgrößte Süsswassersee der Erde, das Wasser ist sehr klar und rein, und es gibt dort unglaublich viele Sandstrände.

An einem Tag machten wir einen 3-Stunden Ausflug per Boot zu den im Osten gelegenen Kalksteinklippen, den so genannten Coloured Rocks:

Am Abend zurück in Marquette geben wir uns dem Sonnenuntergang hin,

bevor es am nächsten Tag in Richtung Osten weiter geht. Über einen kleinen Umweg zu den Sanddünen von Grand Marais:

ging es zu den Tahquamenon Falls:


Wie der Name bereits vemuten lässt, ein ehemals indianisches Gebiet, tief in den Wäldern, mittlerweile komplett touristisch erschlossen.
Zum Nachtisch gab es dort ein Riesen - Eis, ihr könnt es Euch denken: eine Portion Eis entspricht in Deutschland etwa 4 Kugeln. Autsch.
Weiter gings in Richtung Osten, als wir schliesslich in einen Ort gerieten, der folgenden Namen trägt:

Und genauso ist es dort auch, paradiesisch ruhig und klein und schön. Strand, Sonne, Wasser, ein paar Möven und ein gutes Buch (letzteres nicht mal unbedingt, vielleicht auch ein kaltes Bier, aber unbedingt Geist zum Denken und gerne auch Ruhe), mehr brauch ich nicht zum glücklich sein.
Ich habe ein wenig Zeit für mich und geniesse sie.
Nach dem Abendessen in einer der zwei Bars von Paradise (sehr urig, sehr lecker):

treffen wir noch ein paar Ukrainer vorm Motel, die ein Barbecue machen, sie verteilen großzügig Essen und ihren Original-Wodka aus der Heimat und wir reden über das Sein der Fremde.
Ein schöner Abend.
Und doch, so paradiesisch scheint es hier nicht zuzugehen, der Herr wills loswerden!

Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Canada, und wir erreichen es auch. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön, wie in einem Märchen. Es gibt keine Bilder davon, da wir bis jetzt nur durchgefahren sind.
Heute Abend sind wir bereits in Toronto angekommen.

Eine bunte, große Stadt, die mich ein wenig an eine Mischung aus Berlin und New York erinnert. Viele Studenten hier, viele Fussgänger, Punker gibt es auch, trotzdem amerikanisch-kanadischer Flair, Downtown besteht aus Hochhäusern, aber in Gehweite finden sich auch alternative Stadtteile, auf jeden Fall gibt es sehr viel Multi-Kulti.
Ach ja, und sowas liegt hier auf der Strasse rum:

Um dem nicht-existenten Terminplan gerecht zu werden, führt uns die Route morgen an die Niagara Fälle.
Bis dahin!
Eure
A*

(Und wenn mir jetzt noch mal einer sagt, Amerika sei keine Reise wert kriegt massiv Ärger. Allerdings muss ich zugeben, es ist die unökologischste Reise, die ich jemals gemacht habe.)