Montag, 29. Oktober 2007
sagte neulich unser Travel Agent, Internet-Café und Money-Exchange-Mann zu mir. Wie wahr, ohne warten kommt man hier nicht weit. Es ist ein Lehrstueck par excellence, aber ich bin eine ganz gute Schuelerin, glaube ich jedenfalls. Wir sind also immer noch in Hampi, haben einige Heilige (jaja, gegen Bakshish natuerlich) getroffen: 
Und sonst gibt es hier ne Menge Tiere zu sehen, also ausser Muecken, wie zum Beispiel Geckos, Streifenhoernchen, die obligatorischen Kuehe, Huehner, Hunderttausendfuessler, Froesche und Libellen, vieleviele Hunde, und gestern abend hatte ich die Ehre auf einem Berg mit einem Affen zu picknicken: 
So richtig viel zu erzaehlen gibt es eigentlich nicht, denn wenn man sich lange an einem Ort aufhaelt, kennt man irgendwann auch fast alles, und Hampi ist nun nicht besonders gross. Die Tempel auf der Suedseite sind zwar wirklich sehr schoen, fangen aber schnell an sich zu aehneln und die Namen kann man sich sowieso nicht merken (Mathanga Hill, Lotos Mahal, Hanuman Tempel, Virupaksha Tempel…). Also sind wir einen Tag mit dem Boot auf die andere Seite des Flusses gefahren (es faehrt nicht jeden Tag, man muss schon ein bisschen Glueck haben), und sind dort ein wenig herumspaziert und haben einen Freund von einem Mitreisenden besucht, der dort ein kleines Café mit einem Mini-Gaeste-Haus hat. Dort haben wir ein bisschen rumgeflezt, und es war ein sehr ruhiger Ort, ohne Haendler inmitten von schoenen, runden roten Bergen. Die anderen waren so begeistert, dass sie ihre Abreise aus Hampi um 4 Tage nach hinten verschoben haben (ich nicht, obwohl die Berge hier wirklich der Hammer sind). Am naechsten Tag sind wir also zu 6. bei dem Typen eingezogen, und ich hab mich gleich auf die Achse gemacht mit einem Uruguayaner und einem Belgier, ab in die Berge, klettern gehen. Es war kein besonders schoener Tag, leicht bedeckt insofern perfekt zum wandern. Wir haben unterwegs eine Hoehle am Stausee entdeckt, und nach etwa 1,5 Stunden den Aufstieg an die Spitze des Berges geschafft, in dem Moment kam die Sonne heraus und belohnte uns mit einem einzigartigen Ausblick fuer unsere Muehen. Gestern gab es in etwa diesselbe Tour, nur diesmal auf einen anderen Huegel. Meine Reisegruppe hat die Treppe zum Tempel genommen, und der Belgier und ich sind hintenrum den Berg hinaufgekraxelt, es war sehr heiss und wir machten einige Pausen, auf der letzten kam uns dann einer von den etwas schlaueren Affen besuchen und machte mit unserem Picknick sein eigenes Fest (siehe oben). Total kaputt und muede machte ich mich also auf den Heimweg in unsere Huette, und war nach dem einfachen Abendessen fertig fuers Bett. In unserer Unterkunft gab es keinen Strom und kein fliessend Wasser, ich hatte vergessen dass man so leben kann. Es geht. Zum Einbruch der Dunkelheit ist dann eben Schluss, und entweder man unterhaelt sich, schweigt, oder geht ins Bett. In der Huette ist es sau warm, was an sich kein Problem darstellt, nur die Schnarcherei der Kollegen und die Holzwuermer, die aus dem Bastdach fallen waren ein kleineres Hindernis beim schlafen. Ich bin schon mit schwierigeren Uebungen fertig geworden. Heute war wieder ein ruhiger Tag, denn es hat geregnet, da kann man auch in Indien nicht viel machen ausser chillen. Nun gut, das Abenteuer beginnt jetzt: ich habe mich von der Gruppe getrennt und Reise eine Woche alleine in den Sueden, das Abgehaenge wurde mir dann doch zuviel (Scheissejaichgebszu, ich bin ein bisschen ein Aktivurlauber). Morgen frueh gehts los auf eine 2-Tages-Zug-Reise, ans Ende von Indien (guck auf die Karte, ja, genau, da ganz unten). Von dort melde ich mich dann wieder! ShantiShanti, eure Anja *komm meditier mit mir* 
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Namaste alle zusammen, wie schoen dass Ihr hier mitlest, ich freu mich sehr ueber Eure Kommentare und lass Euch selbstverstaendlich gerne an meinem Urlaub teilhaben, soweit es denn geht! Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzeahlen. Wie wahr das ist, lest selbst: Aaaaalso, das mit Goa war schon ziemlich gut, eine schoene Unterkunft gehabt, viel Ruhe, einen einsamen Strand und wie gesagt noch wenig Touris. Leider ist die Gegend aber doch schon ziemlich touristisch infiltriert (wie gesagt, im Dezember kommen die ganzen Technauten), die Preise sind fuer Indien Wucher, und die Haendler doch schon ziemlich nervig und aufdringlich, was wir aber erst hier, an dem neuen Ort feststellen mussten bzw. konnten. Am Montag haben wir uns also gegen spaeten Nachmittag aufgemacht nach Hampi, eine der heiligen Staedte Indiens. Mit dem Taxi sind wir nach Mapusa gefahren und haben dort ab etwa 18 Uhr am Strassenrand (im Matsch) auf den Bus gewartet. Dann fing es auch noch an zu regnen. Wir quetschten uns also mit unserem Gepaeck, einigen Indern und anderen Reisenden in die kleinen Shops, die es da am Strassenrand gab, die Shops haben eine grob geschaetzte Quadratmeterzahl von 7, und es passten doch erstaunlich viele Leute hinein, alles kein Problem. An diesen Kleinigkeiten merkt man die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Inder sehr. Der Bus ist da, wir haben einen Schlafplatz, oben unter der Decke, eine Art "Doppelbett" auf der Gott weiss alleine wieviele Menschen schon ihren Koerper gebettet haben, das vielleicht insgesamt 80 cm breit und 1,70m lang ist, nach oben ist auch nicht allzuviel Platz. Soweit, sogut. Bis auf, das wir beide unsere Taschen und Reiserucksaecke dort auch noch unterbringen muessen, fuer die naechsten 12-15 Stunden etwa. Irgendwie kriegen wir das hin. Der Bus ist schon laengst losgefahren. Die Sauna-Atmosphaere unter dem Dach ist nicht schlecht, fuer die Haut jedenfalls. Der Schweiss rinnt, und das obwohl man sich kaum bewegt. Na denn gute Nacht, ich versuche also zu schlafen, doch bereits nach wenigen Kilometern wird mir klar, dass dass kein leichtes Unterfangen wird, die indischen Strassen sind ein Schlaraffenland fuer jeden Strassenbauer, Schlagloecher etwa in Kleinkratergroesse muessen das gewesen sein, durch die uns der Fahrer (sicher unter koeperlichem Schwersteinsatz) gekurvt hat. Noch dazu kommt, dass ich aussen liege, also zum Gang hin, und es gibt nur eine einzige, winzige Strebe auf Kopfhoehe, die dann im Ernstfall also meinen Kopf daran hindern wuerde, aus diesem "Bett" zu fallen. Der Privatsphaerenvorhang aus Mickey Mouse und Donald Duck-Drucken schafft es dann doch irgendwann, mich in einen schlafaehnlichen Zustand zu versetzen. Wir rauschen durch die indische Nacht. Viele Stops und viele Bodenwellen weiter sind wir gegen 13 Uhr etwa in Hampi angekommen. Hier fangen uns gleich wieder die ueblichen Haendler, Taxi-Fahrer, Zimmer-Vermieter und Irgendwas-Verkaufer ab. Es nervt einfach nur noch, besonders nach so einer langen Fahrt. Das erste was wir sehen ist wieder viel Dreck, viele Leute, Hektik und dieser Geruch. Zuerst bekommen wir ein Zimmer fuer 4 Leute, ziehen dann aber doch noch mal um und sind wieder mit gluecklicher Fuegung in einer super Unterkunft gelandet. Sauber, ruhig, mit Moskito Netz und normaler Toilette und Dusche (Luxus!). Na gut, die Muelkippe ist gleich um die Ecke. Aber die sieht man ja nicht wenns dunkel ist. Wir gehen in einem wunderschoenen Restaurant am Fluss unter einem riesigen Mangobaum etwas essen, spazieren kurz durch den Ort, trinken noch einen Chai und ich bin dann auf jeden Fall muede genug um ins richtige Bett zu fallen. Heute stehen wir frueh auf, es gibt wie immer frischen Obstsalat zum Fruehstueck und dann machen wir uns auf den Weg, die Tempelanlagen zu erkunden, die sich hier ueber 26 km(quadrat) erstrecken. Es soll ein herrlicher Tag werden und ich muss mich bei Hampi entschuldigen, denn in so einer entspannten Atmosphaere kann man sich ja nur wohl fuehlen. Den Dreck sieht man irgendwann auch nicht mehr. Wir machen zu viert eine tolle Wanderung in alte Tempel und Ruinen, ehemalige Elefantenstaelle, Palmen- und Bananenhaine. Ich werde wieder auf unzaehligen indischen Fotohandys verewigt und lasse auch mal meine Kamera rumreichen. Wie aus das sieht, der Blondschopf inmitten von kleinen, quietschbunten und vor Freude grinsenden Indern. Alle wollen einen anfassen, die ganz kleinen haben zum Teil sogar Angst davor und werden von ihren Eltern dazu gedreangt. Warum sie das genau jetzt so geil finden, konnte ich leider noch nicht in Erfahrung bringen. Gerne wuerde ich ein paar Fotos zeigen, aber das internet ist sooooo slow hier. Beim naechsten Stop vielleicht. Dann beginnen wir einen Aufstieg zu einem Tempel hoch oben auf dem Huegel. Was fuer ein Ausblick, was fuer eine Stille. Frieden. Auch hier ist noch keine Touristensaison, wir sind die einzigen hier oben, und so lassen wir uns Zeit, jeder fuer sich, guckt, geniesst, entspannt. Unglaubliche Felsformationen, alte Bauten, die von so weit oben aus winzig erscheinen. Einfach nur hier zu sitzen, ist schon Meditation. Ich lege mich auf die Steine und doese einfach weg. Alles ist weit weg, der Himmel ganz nah. Nichts faengt an, nichts hoert auf, hier in Indien. Die Affen kommen uns besuchen und ich bin schnell dabei, meine Sachen zusammenzuhalten, denn die klauen einem alles, wenn man nicht schneller ist als sie. Dann machen wir uns an den Abstieg, essen was, und schon sitze ich ultraentspannt in diesem InternetCafe an der Main Street, im kleinen Hampi, mitten im nirgendwo, irgendwo auf der Welt. Ich staune ueber meine 4,95 Euro FlipFlops von H+M, die diese ganzen Wanderungen hervorragend mitmachen. Uebrigens gibt es in dem ganzen Ort keinen Alkohol zu kaufen, was die Frage nach Parties oder sonstigen Ausschweifungen wohl eruebrigt. Um sechs Uhr abends ist es hier dunkel, und morgens um sechs wird es wieder hell, ein gesunder Schlaf- und Tagesrythmus hat sich bei mir eingependelt. Ich werde Euch mit meiner Entspannheit in den Wahnsinn treiben wenn ich wieder da bin, versprochen! Bis zum naechsten Stop, gruesst und hat Euch alle ganz lieb: anja* Matthias: Dein Angebot ueber eine Bildergalerie wuerde ich liebend gerne wahrnehmen, schick mir doch einfach kurz eine Mail wies funktioniert. Ich hab doch schon soo viel schoene Bilder gemacht (auch von Blumen!).
Montag, 22. Oktober 2007

Tschuess Golden Goa, heute lassen wir Dich hinter uns und reisen weiter nach Hampi. Natuerlich zeigt sich das Wetter heute von seiner allerschoensten Seite, nachdem es uns in den letzten Tagen ein wenig im Stich gelassen hat, sogar Regen war dabei. Trotzdem, schoen entpannend wars hier bei Dir, danke dafuer! Gestern hab ich mir mal ein Taxi geschnappt und nach 5 Tagen rumgammeln etwas Kultur gegoennt, ein paar alte Kirchen, die die Portugiesen damals bauen liessen, massiv, monumental. Es gibt hier neben den Hindus auch sehr viele Katholiken habe ich gelernt. Ausserdem war gestern eine Feiertag, an dem sich die Inder lauter bunte Blumenbluetenketten vors Auto oder auch gerne vor die Windschutzscheibe schnallen, teilweise bis alles vollgehangen ist (nicht besonders beruhigend). In der Kirche dann stuermte eine Schulklasse inklusive Lehrer auf mich zu und ich musste minutenlang fuer deren Fotoalben stillhalten. Die fahren hier voll auf meine blonden Haare ab, jeder will ein picture. Gerne gerne, man will ja ein gutes Bild im Ausland hinterlassen, aber ich machs wirklich gerne, die sind einfach zu lustig hier die Leute. Dann dreh ich den Spiess um und fotografier zurueck, finden die auch gut:
Dann noch eine andere Stadt angeschaut, ein paar Straende und die Geburstaette des Hippietums schlechthin, Vagator Beach, da, wo die Hippies zuerst gelandet sind, die Beatles nach Erleuchtung suchten und heutzutage an Vollmond die FullMoon Parties stattfinden. Ja, ist jetzt echt mal n schoener Strand, kann man nix gegen sagen. Als denn, der Bus wartet, jetzt gibts erstmal Kultur auf die Backen, bis demnaechst! Schanti* anja
Freitag, 19. Oktober 2007
Da sind wir also, in Goa. Vor ein paar Tagen gelandet und gestrandet, keiner weiss mehr so richtig wann genau. Denn Zeit spielt hier keine Rolle. Man weiss, wann es dunkel ist, und wenn die Sonne wieder aufgeht ist Tag. Die Reise hierher war lang aber gar nicht so beschwerlich wie ich gedacht hatte. Noch ziemlich betrunken stieg ich in Hamburg in den Flieger nach Helsinki und weiter nach Bombay. Dort angekommen begruesste uns die Morgensonne und eine rauchgeschwaengerte, wuerzige Luft. Das waren nicht nur Raeucherstaebchen, sondern auch die offene und offensichtliche Muellverbrennung. Mit dem Taxi ging es dann zweimal quer durch Bombay, mitten im Berufsverkehr(montag morgens!) vorbei an den Slums, den Kuehen, der Armut und dem Gestank. Zuerst plapperten wir alle noch froehlich durcheinander, doch das sollte bald aufhoeren aufgrund der beschaemenden Aussichten. Welche Armut, welche Einfachheit, kaum vorstellbar die Enge und der Dreck. Wir nehmen einen Zug nach Goa, denn es besteht wenig Lust die ersten Tage in diesem Moloch zu verbringen. Die Zugfahrt im Schlafwagen dauert irgendwas ueber 12 Stunden, durch die offenen Fenster sehen die Pendler aus den anderen Zuegen meine blonden Haare und werfen mir Kusshaende zu. Blond gibt es hier einfach nicht. Mitten in der Nacht treffen wir in Mapusa ein und haben keinen Schlafplatz. Das waere etwas heikel geworden, haetten wir nicht eine reiche, hollaendische Aussteigerin getroffen, die uns in ihrem Haus schlafen laesst. Was fuer ein Glueck. Am naechsten Tag geht es einigermassen gut ausgeruht nach Arambol, wo wir uns drei Zimmer in einer Huette am Berghang mieten, mit Blick aufs Meer, klar, mitten in den Palmen. Der weisse Sandstrand ist nur einen Steinwurf entfernt und die Sonne strahlt uns entgegen. Alles ist sehr einfach gehalten hier, und noch sind wenige Touristen vor Ort. Ausserdem ist alles spottbillig, was mir schon wieder manchmal ein schlechtes Gewissen macht. Wir schliessen Freundschaft mit einer Tuchverkaeuferin und ihrer Tochter am Strand, Shanti und Lakshmi, und geniessen die frischen Ananaesse und Kokosse. Herrlich ruhig und unaufgeregt ist es hier, der Geist kann zur Ruhe kommen und die trueben Gedanken sich setzen. Wie froh ich bin, das dies hier kein Remmi-Demmi-Urlaub ist! In den naechsten Tagen werden wir wohl ein wenig weiterreisen. Ihr hoert von mir, und hier gibts ein paar erste Eindruecke: 
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Verboten. Das ist sowas von verboten was ich jetzt hier mache. Aber scheiss drauf. Solln se mich rausschmeissen, werden sie eh nicht machen. Manchmal, und wirklich in nur ganz ganz seltenen Fällen, mag ich meinen Job. So geschehen heute. Normal Scheisse angefangen der Tag und so weiter, nicht wirklich erwähnenswert die ganze Chose. Doch dann das: ich darf ein neues Bier testen. Hier: (Hier war mal ein Bild von einer Bierflasche) Sorry, aber dieses Bild musste ich entfernen bevor ich von irgendwelchen arbeitslosen Abmahnanwälten die vor lauter Langeweile nicht wissen was sie tun sollen durchs netz surfen und Leute abmahnen die irgendwelche Bilder aus Kochbüchern abbilden oder sonstwelche unbedeutenden nicht-kunstwerke abbilden abgemahnt oder verklagt werde. (Was für ein Satz) Vielen Dank für Euer Verständnis.
Der Tag ist gerettet. Das Bier schmeckt sogar, und wo wird man schon dafür bezahlt, Bier zu trinken? Da kann man auch ruhig mal den ganzen Tag drinne hocken bei dem schönen Wetter. Bin dann mal weiter trinken. Schüss. *hicks*
Montag, 8. Oktober 2007
Neulich bei Annika; muscle me! 
...und man glaubt es kaum, auch das Internet! Sogar mehrere Enden! Hier nur zwei zur Auswahl: Ende Eins und den hier finde ich aber auch sehr gut, besonders die Ratschläge: Ende des Internet Also, raus mit Dir an die frische Luft!
Samstag, 6. Oktober 2007
Traurig Schön. Du findest mich schön, wenn ich
traurig bin. Bist Du traurig, wenn ich nicht schön
bin?
Ich bin traurig, wenn Du nicht
schön bist.
Wenn Du
traurig bist, bin ich nicht schön.
Freitag, 5. Oktober 2007
Found at Anleger Fischmarkt: 
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