Donnerstag, 31. Mai 2007
...muss ich leider, leider, doch ab und zu anwenden, denn sie tut es sonst einfach nicht: 
Aber das ist und bleibt der einzige Ort, wo ich ein Messer reinstecke, versprochen!
Dienstag, 29. Mai 2007
Heute gab es eine Demonstration in
Hamburg, die an unvorhergesehener Stelle aufgelöst wurde, aufgrund unzumutbarer
und überzogener Polizei-Eskorten sowie deren Vorführung von Willkür. Danach ist die ganze Sache ziemlich aus dem
Ruder gelaufen. Der Polizei-Apparat
stellt sich mal wieder als ein träges, nicht zu logischem Denken
fähiges Furunkel heraus; irgendwie zum Glück muss ich sagen. Wir wurden gebeten, uns in kleinen Gruppen
oder auch alleine in eine bestimmte Richtung zu entfernen. Nun, das diese Sache ein
bisschen schwierig wird, wenn erstens ca. 5000 Menschen in dieselbe Richtung
geschickt werden, und zweitens, diese Richtung von der Polizei abgesperrt ist und die einzig verbleibenden Auswege der Rückweg, der allerdings auch
abgesperrt ist durch grüne Männchen, oder ein Fleet zum reinspringen sind (wer
kann, schwimmt bitte nach Hause), mag sich wohl jeder vorstellen.
Die relativ willkürliche,
rassistische und unverhältnismässige Kriminalisierung von friedlichen Demonstranten
aller Couleur, in einem kapitalistischen und totalitären Polizei-, Macht-,
Medien- und Überwachungsstaat, kotzt mich an.
T´schuldigung für dieses direkte Wort, aber es trifft es einfach. Wir wurden zum Beispiel später am Tag unter
Hausarrest gestellt (muss man sich mal vorstellen mit Ende 20 noch Stubenarrest
zu kriegen, da passt irgendwas nicht in mein Gesamtbild) und durften nicht mehr
raus, weil zwei starke Jungs in grün der Meinung waren, dass wir nicht freundlich
genug wären. Ehrlich mal.
Doch auch andere Dinge, die
momentan vor sich gehen, wie etwa dass das Schengen - Abkommen ausgesetzt ist
und meine Post geöffnet wird, kann ich nicht wirklich verstehen. Da gab’s doch mal ein Briefgeheimnis, oder
ist das auch gerade ausgesetzt? Hm.
Beim weiteren Informieren über die
Lage der Nation habe ich im Netz in einem meiner Lieblingsblogs eine hervorragende
Anregung gefunden, die ich hiermit allen Lesern weiterempfehlen möchte, um
dabei zu helfen, die Gesamtsituation in diesem Land zu verbessern, denn das
wollen wir doch alle, oder? Der
Bundestrojaner braucht also nicht mehr erfunden zu werden ;-) Schaut bitte hier: http://www.mattwagner.de/2007/05/rechtzeitig-zum-g8-gipfel-blogger.htm
Hiermit distanziere ich mich
eindeutig von Gewalt und gewaltnahen Aktionen auf Demonstrationen und anderswo,
und lasse mich nicht kriminalisieren, wo es nichts zu kriminalisieren gibt. Ich bin und bleibe friedlich, immer. Und ihr
hoffentlich auch, wir schaffen das auch auf diesem Weg.
Keep yourself informed and stay
responsible!
Montag, 28. Mai 2007
Soviel passiert, und die Tage
zerschwimmen, verschwinden. Sie waren so
stark und sind so schnell wieder ganz schwach.
Am Dienstag (siehe dort) waren wir ein bisschen dumm und haben uns
prächtig amüsiert, Mittwoch war frei und die Sonne war da, ein ruhiger Tag im
Park mit Ich und den anderen, Donnerstag Arbeit und der Sommersalon wird 5
Jahre alt, es war schon das zweite (!) Mal in diesem Jahr dass ich ein Kleid
angezogen habe, man gewöhnt sich ja tatsächlich an alles wenn man will, nur die
richtigen Schuhletten hab ich immer noch nicht gefunden, also welche wo man
sich keine Blasen läuft. Autsch. Freitag
der grandiose Aufstieg mit mehrfacher Fast-Massenpanik, fremdschwitzen, fremden
Menschen die sich in den Armen lagen, ein Saxofon- und ein Cajon – Spieler, die
den Hamburger Berg in eine Tanzfläche verwandelten und eine britische Junggesellenabschiedstruppe,
bestehend aus Wonderwoman, Superman, Sylvester, noch einigen anderen und einem
extrem schlecht gelaunten aber gut aussehenden Tweety. Irgendwer hat mich auch schon mal so genannt.
Samstag nichts, schwach sein, ausruhen, mental die Ereignisse verarbeiten,
denken, versuchen zu fühlen, und doch noch auf ein Sektchen zu Tiffy und wie
Waldorf und Statler den ganzen Abend Menschen beobachten, analysieren, sich die
Welt erklären, St. Pauli lieben. Aber
das erwähnte ich sicher schon mal an anderer Stelle. Gleich die sonntagabendliche Fernsehroutine fortstezen
und dann zu babylove ins Hafenklang/Exil, solange es noch steht. Morgen demonstrieren, dann ist Feierabend.
Ehrlich.
Nachtrag: Stromausfall auf St.
Pauli und mal wieder merken wie viel und wozu man so alles Strom benötigt, und später ein weiteres tolles
Konzert, mit ausgezeichneten, inspirierenden Musikern! Bitte merken: babylove aus Kopenhagen. Ska/Reggae/Early Rock Steady.
Samstag, 26. Mai 2007
Nie wieder dritte Liga! Was für ein Fest! Danke St. Pauli! Wir sehen uns in der 2. Liga wieder. Und bis dahin bin ich froh, dass ich den Kiez nicht aufräumen muss :-)
Donnerstag, 24. Mai 2007
Das war doch wieder ein kleines
Stück vom Glück, das Konzert vorgestern abend im Logo. Wirklich selten habe ich so eine
hervorragende Stimmung auf beiden Seiten, eine tolle Show und Virtuosen an
ihren Instrumenten auf einmal auf einem Konzert erlebt. Die Band hat richtig Lust gehabt zu spielen,
man hat es ihnen angemerkt, es war ihre erste Show ever in Deutschland und das
hat mal gerockt!
Angefangen haben die Jungs mit einem
ruhigen Lied, dann kam ein Punk-Song, die Tänzer wechselten von Mädchen zu
Jungs und wieder zurück. Den ganzen
Abend ging das so, eine super Strategie, die voll aufging. Der Balken hat gehalten, was mich tatsächlich
wundert nach all dem Pogo in dem Laden! Die
Musik war so gut, dass ich ein paar Mal das Gefühl hatte, dass sie durch mich
hindurchfliesst. Und solch sympathische
Musiker, die feiern wollten, und wohl von Hörnerwhiskey gesponsort wurden, denn
sie fragten 2 Mal „Wollt Ihr Jägermeister?“ Und na klar wollte die Meute das! Was
geschah? Zweimal wurden bestimmt je 10 eisgekühlte
Flaschen (!) des Getränks ins Publikum gereicht, mit der klaren Ansage um Weiterreichung,
was auch gut funktionierte, schwammen doch alle auf derselben Welle. Auch die Musiker haben sich mit betäubenden
Substanzen aus dem Publikum bedienen lassen, dass hatte ich vorher schon einmal
erlebt, und zwar ebenfalls im Logo bei der Lesung von Howard Marks. Beide Male hat es mich nicht verwundert. Den Jungs schien die kalifornsiche
Sonne fast aus dem A…, und gespielt haben sie ca. 2 Stunden, wie grandios! Die letzten Lieder waren Stücke von mehr als
10 Minuten und reines Jamming. Wie ich es danach nach Hause
geschafft habe, weiss ich nicht mehr 100 prozentig, aber dies: Leute, ihr habt was verpasst! Und
zwar ein richtig, richtig gutes Konzert!
Danke Slightly Stoopid!
Und da ich so eine grossartige
Konzertfotografin bin, nämlich gar keine, gibt’s auch keine Bilder davon. Und Grüsse an die Hildesheim-Gang!
Dienstag, 22. Mai 2007
Nur ein bisschen doov ? Keineswegs, nur hierzulande kaum
bekannt. Die Musik dieser Jungs ist überhaupt nicht stumpf oder dämlich,
sondern hervorragend leicht und sommerlich, die kalifornische Sonne scheinen
sie gleich mitgebracht zu haben, und bevor es heute abend ins Logo geht um ein
bisschen zu jammen, werden wir uns hoffentlich noch schön in der Sonne aalen,
ein kühles Helles in die Glieder spülen um uns so auf den Surfstyle
einzustellen. Eine echte musikalische
Dub-Reggae-Punk-Rarität, nur zwei Mal zu sehen in Deutschland und sowieso viel
zu selten hier, bin ich gespannt ab wann und in welchen Massen der Schweiss im
Logo von der Decke zu tropfen beginnt!
Schön doov, wer da nicht hingeht.
Samstag, 19. Mai 2007

"Tres vasos con vino y chicas" Schönes Wochenende allerseits!
Dienstag, 15. Mai 2007
- oder: Alle mal Lachen
- oder aber auch: Nicht Lustig
- doch besonders: Bad Luck vs. Infinite
Stupidity
Da ist sie wieder, meine gute, alte
Bekannte, die Schusseligkeit.
Es ist ja zum Schreien, und wäre es
nicht so bitter ironisch würde ich selber lachen. Gut, so ist das Leben eben, you get what you
deserve and you can´t always get what you want, aber das ist schon ein
ziemlicher Hammer. Für mich jedenfalls. Es folgt eine Geschichte, die keine ist, weil
sie wahr ist, also eine echte Erfahrungsbereicherung meines Lebens.
Seit ich in Hamburg wohne bin ich
schon immer gerne zu den Heimspielen eines kleinen aber äusserst sympathischen
Stadtteilvereins gegangen, auch das eine oder andere Auswärtsspiel findet sich
auf meinem Fussballspielbesuchskonto wieder.
Mindestens seit dieser Zeit bin ich Sympathisantin, was momentan ja
nicht besonders schwer ist, doch ich möchte hinzufügen, dass ich eine
Dauerkarte für diese in Kürze endende Saison besitze. Nur leider befindet sich
diese Karte seit Samstagabend nicht mehr in meinem Besitz. Es ist schier unglaublich dämlich was ich mir
da geleistet habe. Gemeinsam mit vielen
anderen Fussballfreunden haben wir Samstag Nachmittag ausgelassen den Sieg
gegen Düsseldorf gefeiert, uns auf den Hafengeburtstag begeben, schön das
Schlepperballett bestaunt und eine prima Zeit gehabt, uns bei Regen unter den
Bierstand gekuschelt und viel gelacht. Irgendwann
hat Misch mich netterweise nach Hause begleitet, wo ich am nächsten Tag
feststellen musste, dass ich meine Dauerkarte tags zuvor wohl nicht
ordnungsgemäss verstaut hatte, denn sie ist und bleibt seitdem verschwunden. Nach verzweifelter und intensivster Suche wurde
immer klarer: die kommt nicht wieder.
Ich hoffe inständig, dass sie der oder die Richtige gefunden hat und
sich einen schönen Tag beim letzten Heimspiel gegen Dresden macht (wird wohl
sowieso ein Sicherheitsspiel mit ohne Bier). Und das wir aufsteigen. Und das
die Karte nicht in irgendeinem Rattennest als Dämmung dient, oder im Müll
gelandet ist oder in der Elbe auf Grund liegt…..
Folgendes Szenario schwebt mir so
vor: in einigen Jahren werde ich
jemanden treffen, irgendwo in Deutschland, man wird sich über die Herkunft und
übers Leben unterhalten, irgendwann auf das Thema Fussball kommen und ich werde
mit erstauntem Ohr diese Geschichte eines Fremden hören: Oh man, damals, ich hab noch gar nicht in
Hamburg gewohnt, da war Hafengeburtstag, und St. Pauli hat gespielt, das war
die Saison wo sie aus der dritten Liga aufgestiegen sind, Du erinnerst Dich? (-ja,
tuich-) Naja, und ich hatte ziemlich lange versucht noch Karten zu bekommen,
aber zu der Zeit waren einfach alle Karten superschnell vergriffen weil es so
eine spannende Saison war (-ja, ichweiss-), naja, und ich bin dann später mit
den Jungs auf den Hafengeburtstag gegangen, bisschen rocken und so, und dann,
Du glaubst es nicht, finde ich mitten in der Nacht genau vor meinen Füssen
liegend eine Dauerkarte für St. Pauli (-doch, ichglaubs-), voll krass! Und da es nur noch ein Heimspiel gab und die
Tickets richtig begehrt waren, bei EBay haben die über 200 Euro gekostet, dass
weiss ich noch ganz genau, hab ich die Karte behalten und bin auf das Spiel und
es war voll der Hammer denn sie haben 3 zu 1 gewonnen und es war somit sicher
dass sie aufsteigen werden, man, war das ein Fest! Hinterher sind wir alle noch auf den Kiez,
war ja klar dass das gefeiert werden muss! Und ausserdem habe ich dort noch meine
jetzige Freundin kennen gelernt, und bin oberglücklich mit ihr. Naja, ich hab später halt nie versucht, die
Frau zu kontaktieren, der die Karte gehörte, weil ihr Name stand ja drauf, aber
das war mir dann doch zu unangenehm und so, aber naja, ist man ja auch selber
Schuld wenn man so was verliert, ne?
- Ja. Genau.
(bin dann mal weg, äh, irgendwas suchen, das Pech und die Dummheit vermöbeln,
mich grämen und an den Gedanken von public viewing gewöhnen)
Freitag, 11. Mai 2007
Zuerst sah alles noch ganz gut aus, 
doch irgendwas schreckliches muss unterwegs passiert sein: 
Donnerstag, 10. Mai 2007
Dat Maak also known as: Tomatenmarc der arme kleine geschundene Körper Dörtebecker StörteDörte Korni Dittmann Maaqua wird heute 30 und wir sind alle eingeladen um 23 hundert im Ahoi, denn er hat keinen Bock zu feiern, aber hey, irgendwann kommen wir alle da hin (hoffentlich), nicht wahr? In diesem Sinne, wer kommt, kommt. Beweise gibts dann morgen an dieser Stelle!
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